Beratungsprozess

„Wie wir arbeiten...“

Anders als eine in der Muttersprache im Heimatland des Mandanten ausgeführte Rechtsberatung birgt eine Beratung im Ausland in einer fremden Sprache zusätzliche Risiken. Schon in ihrer Muttersprache verstehen viele Unternehmer nicht das „Juristen-Kauderwelsch“, das nicht nur durch mannigfaltige Fachbegriffe geprägt, sondern sich fast zu einer eigenen Sprache entwickelt hat. Wenn diese Fachbegriffe dann auch noch in einer Fremdsprache verwendet werden, ist eine fehlerfreie Kommunikation und Beratung schon fast „Glückssache“.

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    Sachverhaltsanalyse

    1. Darstellung des Sachverhaltes durch den Mandanten: Hier schildert der Mandant dem Anwalt „sein“ Problem. Diese Schilderung ist meist (absichtlich oder unabsichtlich) unvollständig, teilweise auch falsch; vor allem werden aber regelmäßig rechtlich relevante Tatsachen mit rechtlich irrelevanten Tatsachen „vermischt“.

    2. Fragen bzw. Rückfragen des Anwaltes, um unvollständige bzw. fehlende Fakten zu erfahren, und den Sachverhalt so zu vervollständigen.

    3. Trennung der rechtlich relevanten Tatsachen von rechtlich irrelevanten Tatsachen.

    4. Erste Einschätzung der Rechtslage und ggf. weitere Fragen.

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  • 02
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    Begutachtung

    1. Ermittlung der relevanten Gesetze ggf. unter Hinzuziehung von rechtswissenschaftlicher Fachliteratur inklusive der Kommentierung von Urteilen durch Richter und Universitätsprofessoren.

    2. Subsumption des ermittelten Sachverhaltes unter die ermittelten Rechtsvorschriften.

    3. Feststellung der Rechtsfolge auf Basis des Subsumptionsergebnisses.

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  • 03
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    Ergebnisvermittlung

    1. Erstellung eines schriftlichen Gutachtens oder Entwurf eines Vertrages.

    2. Zusätzliche mündliche oder schriftliche Erläuterungen zum Gutachten oder Vertrag.

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  • 04
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    Umsetzung

    1. Kontaktaufnahme und Gespräche mit Behörden und Vertragspartnern.

    2. Evaluierung der Unterschiede in Rechtstheorie und -praxis.

    3. Praktische Umsetzung von ausgesprochenen Empfehlungen bzw. Implementation von verhandelten Verträgen.

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Risiken & Lösungen

Die Risiken und unsere Lösungen

Durchläuft der Vertreter eines ausländischen Unternehmens diesen Prozess nun im Rahmen einer Investitionsberatung in China so ergeben sich folgende charakteristische Risiken.

Diese Risiken – einzeln oder in ihrer Gesamtheit – können dazu führen, dass:

  • Aufgrund eines „falschen“ - missverstandenen oder unvollständigen - Sachverhaltes ein „falsches“ Ergebnis ermittelt wird;
  • Trotz richtigen Sachverhaltes im Rahmen der Begutachtung durch den Anwalt ein „falsches“ Ergebniss ermittelt wird;
  • Trotz richtigen Sachverhaltes und richtiger Begutachtung dem Mandanten ein „falsches“ Ergebniss vermittelt wird.

Sprachrisiko

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Ihre Herausforderung: Wird die Sachverhaltsanalyse zwischen Anwalt und Mandant in einer Fremdsprache durchgeführt, besteht das erhöhte Risiko eines Missverständnisses oder einer Misskommunikation.

Unsere Lösung: Um das Sprachrisiko auszuschliessen führen wir – soweit möglich und gewünscht - die Sachverhaltsanalyse in deutscher Sprache durch.

Rechtsrisiko

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Ihre Herausforderung: Kennt der Anwalt nicht die Rechtsordnung des  Heimatlandes des Mandanten, kann dies zu Fehlanalysen von Mandantenaussagen seitens des Anwaltes bei der Sachverhaltsanalyse führen.

Unsere Lösung: Um das Rechtsrisiko auszuschliessen führen wir die Sachverhaltsanalyse durch einen deutschen Rechtsanwalt aus.

Vermittlungsrisiko

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Ihre Herausforderung: Werden Sachverhaltsanalyse und Begutachung von unterschiedlichen Anwälten durchgeführt, was - nicht nur in China - häufig der Fall ist, so besteht das Risiko, dass bei der Vermittlung des Sachverhaltes Sachverhaltsinformationen nicht oder nicht vollständig vermittelt oder verstanden werden

Unsere Lösung: Um das Vermittlungsrisiko auszuschliessen arbeiten unsere deutschen Rechtsanwälte bei der Erstellung des Gutachten eng mit unseren chinesischen Anwälten zusammen. Unsere deutschen Anwälte verfügen dabei über die erforderlichen Sprach- und Rechtskenntnisse.

Interpretationsrisiko

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Ihre Herausforderung: In China gibt es - traditionell aber auch systembedingt – vergleichsweise wenig rechtswissenschaftliche Fach- und Kommentarliteratur. Erschwerend kommt hinzu, dass die vorhandenen Gesetze oft „ungenau“, d.h. interpretationsbedürftig sind. Dies führt dazu, dass - soweit möglich - andere Informationsquellen zur Interpretation von Rechtsnormen herangezogen werden müssen, um Gesetze richtig interpretieren zu können

Unsere Lösung: Um das Interpretationsrisiko auszuschliessen, nutzen wir neben allgemein erhältlichen Behördenauskünften auch die exzellenten privaten Behördenkontakte unserer chinesischen Anwälte, um behördeninterne Meinungen in unserem Gutachten berücksichtigen zu können.

Qualitätsrisiko

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Ihre Herausforderung: Werden Begutachung und Ergebnisvermittlung von unterschiedlichen Anwälten durchgeführt, so besteht – spiegelbildlich zum Vermittlungsrisko - das Risiko, dass bei der Vermittlung des Ergebnisses des Gutachtens Informationen, insbesondere Gesetzesinterpretationen und entsprechende Schlussfolgerungen, nicht oder nicht vollständig verstanden oder vermittelt werden

Unsere Lösung: Um das Qualitätsrisiko auszuschliessen, prüft derjenige deutsche Anwalt, der die Sachverhaltsanalyse durchgeführt hat, das Ergebnis des Gutachtens auf Stimmigkeit mit der Sachverhaltsanalyse und vermittelt – soweit gewünscht und möglich – das Gutachtenergebnis dem Mandanten in deutscher Sprache.

Umsetzungsrisiko

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Ihre Herausforderung: Ist die Hürde der Rechtsfindung gemeistert, steht die –meist ebenso oder noch anspruchsvollerer – Hürde der Umsetzung des gefundenen Ergebnisses in der chinesischen Rechts- und Behördenwirklichkeit bevor.

Unsere Lösung: Um schliesslich auch das Umsetzungsrisiko zu meistern, nutzen wir wiederum unsere Kapazitäten im Bereich „Government Relationship Management“.